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Veränderung gleicht oft einer Achterbahn
Hast du manchmal das Gefühl, dass Veränderung sich weniger nach Aufbruch und mehr nach Chaos anfühlt?
Für mich gleicht Veränderung oft einer Achterbahn:
Du bist bereit.
Hast Ideen.
Fühlst dich hochmotiviert.
Du startest voller Energie.
Bist voller Vorfreude.
Sprühst vor Tatendrang.
Und dann kommt das Ruckeln:
Zweifel.
Unsicherheit.
Das Gefühl, nicht zu genügen
Meist gefolgt von diesem einen Gedanken, der sich so schnell einschleicht, dass man ihn kaum bemerkt: „Bei anderen läuft’s bestimmt leichter.“
Nur: Genau das ist selten wahr.
Das Auf und Ab gehört zur Dynamik von Veränderung. Nicht als Ausnahme, sondern als Teil der Strecke.
Was mich daran immer wieder beruhigt: Nicht die Höhe oder die Tiefe allein prägen uns. Entscheidend ist das, was zwischen ihnen passiert. Der Moment, in dem du dich neu sortierst. Der Moment, in dem du deine Aufmerksamkeit zurückholst. Der Moment, in dem du wählst, wie du weiterfährst.
Denn Veränderung ist kein Ziel, das man erreicht. Veränderung ist eine Strecke, die uns formt.
Und manchmal zeigt sich Stärke nicht darin, „durchzuziehen“. Sondern darin, bei dir zu bleiben, während es wackelt. Den Körper wieder zu spüren. Den Blick zu klären. Einen nächsten Schritt zu finden, der tragbar ist.
Für mich ist das der Kern: Die Fahrt nicht anzuhalten. Sondern sie bewusst zu erleben.
✨ die Höhen als Kraftquellen zu nutzen,
🌱 die Tiefen als Lernfelder zu betrachten
💪 und im Looping unseren Mut zu entdecken.
Unsere größte Stärke zeigt sich darin, wenn wir nicht anhalten, sondern vertrauen und weitermachen, auch wenn wir noch nicht wissen, wie es hinter der nächsten Kurve weitergeht.
Denn genau dort, wo wir die Komfortzone verlassen, um in die Achterbahn der Veränderung einzusteigen, wo Chaos sich wandelt und Mut Form annimmt, dort beginnt Wachstum.
Mini-Tool (10 Minuten): Looping-Mut 🧭
Wenn es ruckelt, hilft selten mehr Tempo. Du brauchst etwas, das dich stabilisiert, damit du die Fahrt bewusst weiterführen kannst.
Schritt 1 (2 Minuten):
Handy umdrehen. Schultern locker.
Beide Füße auf den Boden. Eine Hand auf Brust oder Bauch.
Dann 5 ruhige Atemrunden: 4 Sekunden ein, 6–8 Sekunden aus.
Schritt 2 (5 Minuten):
Schätze ein:
Auf einer Skala von 1-10 (1= ruhig, 10 = Turbo-Looping):
Wie wackelig ist es gerade?
Jetzt gibst du deinem Kopf eine Richtung; nur für die nächsten Minuten:
Wähle hierfür eine Aussage, der sich nach dir anfühlt:
Aussage 1: „Es wackelt gerade. Ich bleibe da.“
Aussage 2: „Gerade ist es viel. Ich mache eins nach dem anderen.“
Aussage 3: „Ich muss das Thema nicht auf einmal lösen. Ein nächster Schritt reicht völlig.“
Sprich den Satz einmal leise oder schreib ihn oben auf ein Blatt.
Er ist dein Fokus bis zum Ende dieser Übung.
Was brauchst du jetzt, um weiterzufahren? Wähle eine Kategorie:
Körper (z.B. einen Schluck Wasser trinken, kurze Pause, ein Spaziergang, Dehnen)
Struktur (z. B. eine Priorität, eine Mini-Entscheidung, ein Terminblocker)
Kontakt (z. B. Abstimmung, Rückfrage, Austausch)
Ressource (z.B. Informationen besorgen, Vorlage suchen, Unterstützung organisieren)
Setze diese eine Kategorie in folgenden Satz:
„Ich brauche ___, also mache ich jetzt ___.“
(so konkret, dass du sofort starten kannst)
Schritt 3 (2 Minuten): 72-Stunden-Marker
Woran merkst du in 72 Stunden, dass es geholfen hat?
Formuliere jetzt ein sichtbares Zeichen und einen Mini-Check:
„Dann ist ___ klar / erledigt / entschieden.“
„Ich prüfe das am ___ um ___.“
Wie gehst du mit den Aufs und Abs deiner persönlichen oder beruflichen Achterbahn um?
Und wenn du merkst, dass die Fahrt gerade mehr Kraft kostet als dir guttut:
Melde dich gern. Dann schauen wir gemeinsam, was dir jetzt Halt gibt.

